Therapie von Mikrokokken Infektionen. Die Entwicklungsstadien
der Arsen Therapie.

Bei Vorlage eines frischen Blutaufstriches kann Dr. Tarello feststellen, ob zirkulierende Mikrokokken (Staphylokokken) und weiter Babesien und Ehrlichien oder andere Bakterien oder Parasiten vorhanden sind.

Zugleich mit der Feststellung von Mikrokken im Blut und den Symptomen von CFS ist eine niedrig dosierte Arsentherapie erfolgreich anzuraten. Die niedrig dosierte Arsentherapie besteht u.a. aus der Verabreichung von Sodium thiacetarsamide, Melarsomine, Sodium metilarsenate und Potassium arsenite, bekannt als Fowler’s Lösung. Die Therapie besteht aus der Gabe einer farblosen Lösung mit Potassium Arsenite zu 5 mg/ml (3,8 mg reines Arsen in 1 ml). Diese Lösung mit Potassium Arsenite ist in der europäischen Pharmawirtschaft seit dem Jahr 1950 nicht mehr erschienen.

Schon aus dem Merck Index vom 1976 geht hervor, dass das Potassium Arsenite als Tonikum für Mensch und Tier bei der Behandlung von Epilepsie, Asthma, chronischen Hauterscheinungen wie Psoriasis und Ekzemen nicht – parasitären Ursprungs mit Erfolg eingesetzt wurde. In Folge von Dr. Tarellos Erkenntnissen wurde in weiteren Veröffentlichungen der letzten Zeit Potassium Arsenite u.a. als sehr hilfreich angesehen, besonders in der Behandlung von CFS. Die ganz geringe Dosierung von 0,1-0,2 mg/KG/Tag, intramuskulär über einen Zeitraum von 7 bis 10 Tagen wurde erfolgreich eingesetzt.

Interessanterweise lässt sich ähnliches auch auf anderen Gebieten nachweisen:Die Literatur zur Krebsforschung kommt zu ähnlich positiven Ergebnissen. Ein Ãœberblick über die Forschung findet sich in der Zeitschrift Oncologist 6 (Suppl. 2), 3-10. Waxman und Anderson berichteten 2001 zum Thema „History of the Development of arsenic derivatives in cancer therapy“, dass die Aktionsmechanismen der Arsenderivate zahlreich sind.

Obwohl die niedrig dosierte Arsentherapie in Großbritannien und Dänemark mit großem Erfolg angewandt wird, ist sie in Deutschland noch nicht zugelassen. Das hat auch mit der Geschichte Deutschlands zu tun: In diesem Zusammenhang hat die deutsche Medizin eine übervorsichtige Haltung gegenüber Arsen, weil die national sozialistische Medizin Arsen in großem Maßstab zur Vernichtung von Menschen und zu Menschenversuchen missbrauchte. Weitere Gründe lassen sich nur vermuten. Arsen ist ein relativ günstiges Mittel. Die Pharmaindustrie möchte aber weiterhin ihre teuren Therapien auf dem Markt platzieren. Arsen ist vielleicht unter anderem auch deswegen als Therapie nicht willkommen.

Zu den wichtigen Eigenschaften der Arsentherapie zählt, dass nicht nur Mikrokokken, sondern auch Rickettsien, Spirochäten und Darmparasiten

sich erfolgreich mit dieser Therapie behandeln lassen. Arsen besitzt die Eigenschaft, das ökologische Gleichgewicht dieser Erreger lahmzulegen, so dass diese sich nicht wieder reproduzieren können. Mytochondrien, die vorher völlig kaputt waren, werden durch die Arsen – Therapie neu aktiviert, und der Stoffwechsel wieder in Gang gesetzt. Während der Patient vorher aufgrund der vorhandenen Infektionen keine Immunkraft, keine Stoffwechselkraft, keine Hormonkraft hatte, werden alle diese Probleme, die aufgrund eines überdrehten Immunsystems verursacht wurden, durch die Therapie beseitigt. Der mit diesen Problemen verbundene Kohlenhydratstoffwechsel kann zu Insulin – und Leptin Resistenz führen. Die Arsen – Therapie schafft die Möglichkeit, die aufgrund der Infektionen vorhandenen Blockaden aufzuheben.

Der Verein für Bekämpfung chronischer Infektionskrankheiten e.V. setzt sich dafür ein, dass diese Therapie auch den Menschen in Deutschland zugute kommt.

4. Erfahrungswerte in Verbindung mit der Arsentherapie.

Der Verein zur Bekämpfung chronischer Infektionskrankheiten verfügt über keine eigene Erfahrungsdaten, weil diese Therapie in Deutschland nicht zugelassen ist. Aus unseren Kontakten mit den Stellen in Ausland, wo die Therapie problemlos durchgeführt wird, zeichnen sich folgende Ergebnisse ab.

-Die Arsentherapie kann sowohl aus antibakteriellen oder antiviralen Gründen oder für kurze Zeit gegeben werden, wie Dr. Tarello schreibt. Man kann aber auch diese Therapie verwenden, um ein Ernährungsdefizit auszugleichen in noch kleineren Dosierungen für lange Zeit.

Wie wirkt die Arsentherapie bei CFS Patienten?

-Nach der Verabreichung der Arsentherapie bei 20 Patienten mit CFS – Männer und Frauen – konnte man folgendes beobachten:

Sechs Patienten hatten keine Nebenwirkungen und keine Therapiewirkung.

Sechs Patienten hatten große Verbesserungen, zwei davon konnten ihr Leistungsniveau von 50% auf 90% erhöhen, in zwei sehr schweren Fällen konnten die Betroffenen sich von 10% auf 50% ihres Leistungsniveaus verbessern und zwei konnten sich von 30%-40% Ihres Kraftniveaus auf 60%-70% steigern.

Alle diese Patienten erzielten Verbesserungen in der dritten Behandlungswoche. Diese Verbesserung korrelierte mit einer Normalisierung bei der Mikroskopuntersuchung der roten Blutzellen, die vorher nicht normal gewesen waren.

Acht Patienten hatten am Anfang der Therapie Probleme. Nach einem schweren Anfang, besserte sich aber die Lage.

Die orale Dosierung erfolgt wie bei einem Nahrungsergänzungsmittel. Potassium Arsenite bestehend aus Arsen Trioxide 99,95% und wird als Fowlers Lösung 0,5% benannt. Ein Tropfen beinhaltet 185 Mikrogramm Arsen. Die Absorptionsrate im Körper ist sehr niedrig und beträgt 5-30%. Wenn man will, dass die Absorptionsrate höher wird, muss man dieses per intramuskulärer Injektion verabreichen.

Die orale Dosierung wird entweder benutzt, um die Hypersensitivität zu messen, um einen Ernährungsmangel auszugleichen, oder wegen Infektionen. Anfangen sollte man von 0,5ml pro Tag und immer leichter die Menge erhöhen bis auf 1,0-1,5 ml zweimal am Tag, wie von Dr. Tarello empfohlen wird (die höchste Dosierung wäre 7,5 ml).

Die Erfahrungen sprechen dafür, dass man die Therapie für fünf Tage in der Woche mit einer Unterbrechung am Wochenende durchführen kann. Wenn man eine Mikrokokken – Infektion hat, sollte man die Therapie 7-10 Tage einnehmen. Andere Infektionen wie Mycoplasmen, Ehrlichien, Candida, Borreliose, Viruserkrankungen brauchen eine längere Zeit Einnahme, die von 3 Wochen bis zu einigen Monaten geht. Man hat mit dieser Therapie schon Patienten bis zum einem Jahr behandelt, andere für 3-4 Monate ohne Nebenwirkungen oder Vergiftungserscheinungen.

Trotzdem ist Vorsicht geboten: Arsen wird in der Leber methyliert und durch die Nieren ausgeleitet. Es ist sehr ähnlich zu Selenium aber viel weniger toxisch dieses. Wenn Patienten ein Methylierungsproblem vorweisen, (Folat, B12, Methionin, Homocystein), ein Mangel an Selenium oder eine Leber, die träge ist, Nierenprobleme oder zelluläre Mängelerscheinungen (Mg, Ca, Cu, S), werden sich alle diese Problem sich auf die Metabolisierung auf deren Wirkung und auf die Ausleitung des Arsens aus dem Körper auswirken.

Daher ist es notwendig, in Begleitung eines auf dem Gebiet sehr erfahrenen Arztes zu stehen, der am Anfang die Voraussetzungen für die Therapie überprüfen muss.

Voraussetzung für die Therapie ist, dass die Blutuntersuchungen von Dr. Tarello und der MATG entsprechende Ergebnisse vorweisen.

Diese Therapie ist nur in Ausland möglich. Interessierte können sich gerne wegen Informationen an den VBCI e.V. wenden.