Klimawandel, Globalisierung und Migration werden derzeit zunehmend im Hinblick auf Veränderung der Epidemiologie von Infektionskrankheiten insbesondere vektorassoziierter Erkrankungen, diskutiert. Akute Infektionen haben in unseren Breiten durch die Fortschritte der Hygiene und der Medizin für viele Bürger den Schrecken verloren. Bei kritischer Betrachtung jedoch, nehmen chronische Infektionen, oft schwer zu diagnostizieren und mit schleichendem Beginn den Platz akuter Infektionen ein.

Die Arbeit des VBCI e.V. will durch gezielte Information und Öffentlichkeitsarbeit hierauf aufmerksam machen und Interessierten die Möglichkeit bieten, die teilweise kryptische Symptomatik, den oft chronischen Verlauf sowie die sozialen und persönlichen Konsequenzen in ihrer Bedeutung zu erfassen.

Insbesondere ist Ziel unserer Arbeit, die Anerkennung subakut rezidivierender Infektionskrankheiten zu erreichen, weil im Gegensatz zu den 30er Jahren als Dr. Hans Zinsser lebte und arbeitete, sind heute subakut rezidivierende Infektionskrankheiten aus der Bildoberfläche der Medizin verschwunden und werden nicht mehr als echte Krankheitsbilder anerkannt. Seitens der Medizin von heute besteht kein Interesse mehr, Ursachen bestimmter Krankheiten zu erkennen und dementsprechend infektiologisch weiter zu forschen.

Aus diesem Grund besteht unsere Arbeit darin, die Entstehung, Erkennung, Diagnose und Therapie subakut rezidivierender Infektionen wie Mycoplasmen, Rickettsien, Babesien, Bartonellen, Borrelien, Chlamydien, Mikrokokken usw. festzustellen und Aufklärung sowie Hilfe für infizierte Menschen zu leisten, die im medizinischen System keine Lösung für Ihre Probleme finden. Die gleiche Hilfe wird Ärzten angeboten, die infektiologische Grundsätze in ihre Arbeit einbeziehen wollen.

Wir befassen uns mit den wichtigsten Krankheitsbildern, die durch subakut rezidivierende Infektionen verursacht werden, z.B. mit CFS, Fibromyalgie, Multiple Sklerose, ALS, Epilepsie, Herz-und Gefäßerkrankungen u.a. Vaskulitis und Herzinfarkt, Parkinson und Krebs sowie natürlich mit vielen anderen Autoimmunerkrankungen usw wie auch mit HIV und dessen Zusammenhang mit subakut rezidivierenden Infektionen.

Insbesondere befassen wir uns mit den alten infektiologischen diagnostischen und therapeutischen Ansätzen von Dr. Hans Zinsser, Gründer der „Brill-Zinsser Krankheit“. Die Erkenntnisse, die er durch seine Forschung erzielte, wurden maßgeblich für die gesamte europäische infektiologische Schule, die damals vektorassoziierte Erkrankungen als die Grundlage für die heutigen Krankheitsbilder wie Parkinson und Alzheimer, Multiple Sklerose erkannt hat und für die sie damals Diagnose und Therapiewege entwickelte.

Dieses Wissen ist sowohl in der heutigen offiziellen Medizin als auch in der alternativen Medizin bewusst verdrängt und vergessen worden.

Der VBCI e-V. hat sich deswegen als Ziel gesetzt, die Ärzteschaft von heute mit der Medizin von gestern zu konfrontieren und Patienten die Möglichkeit zu geben, infektiologische Kenntnisse von damals bei Patienten von heute anzuwenden, die um eine Therapie kämpfen und keine finden. Diese ist eine spezielle infektiologische Therapie, die spezielle und sehr tiefe Kenntnisse in Infektiologie, Parasitologie, Toxikologie und Immunologie voraussetzt. Der Micro Agglutinationstest für Rickettsiose, d. h. die Methode um eine chronische Rickettsiose festzustellen, ist nicht in Deutschland vorhanden und ist der Mehrheit der Ärzte nicht bekannt. Die Krankheit ist in DE mit den in DE gegebenen Mitteln nicht diagnostizierbar. Der Arzt, der sich dieser Disziplin annähert wird mit sehr schwierigen Fällen konfrontiert, die weder die offizielle Medizin noch die alternative Medizin in Griff
bekommen, mit einer immer höher werdenden Anzahl an Patienten, die schon bei Universitätskliniken und Spezialeinrichtungen gewesen sind, ohne Verbesserungen Ihres Zustands erreichen zu können.

Wir geben uns große Mühe, wichtige infektiologische Aspekte aus den Gesprächen mit den hilfesuchenden Menschen zu rekonstruieren, ein klares infektiologisches Bild zu erreichen und mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, eine neue Perspektive den Hilfe suchenden Menschen zur Verfügung zu stellen. Jeder neue Fall ist für uns eine Herausforderung.

Der Vorstand des VBCI e.V.
Teresa Taddonio
Dr. Walter Tarello