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Forscherporträts & Pioniere

Dr. med. Carlo Brogna: Pionier der Mikrobiom- & Bakteriophagen-Forschung

Forscherporträt von Dr. med. Carlo Brogna: Entdeckung des bakteriofagen Verhaltens von SARS-CoV-2, Toxin-Peptid-Nachweise und innovative Mikrobiom-Diagnostik.

Experten / Autor: Teresa Maria Taddonio

Forscherporträt: Dr. med. Carlo Brogna

Dr. med. Carlo Brogna ist ein renommierter italienischer Arzt, klinischer Pathologe, Mikrobiologe und international anerkannter Infektionsforscher. Als wissenschaftlicher Leiter der Craniomed Group Facility in Montemiletto (Avellino, Italien) und Koordinator europäischer Forschungsinitiativen leistet er Pionierarbeit bei der Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Viren, intrazellulären Bakterien und dem menschlichen Mikrobiom.

Nach seinem Medizinstudium und der Facharztweiterbildung in klinischer Pathologie und Mikrobiologie spezialisierte sich Dr. Brogna auf die Schnittstelle zwischen Immunologie, Umwelttoxikologie und bioanalytischer Massenspektrometrie. Gemeinsam mit interdisziplinären Forschungsteams der Universität Neapel Federico II, des Moscati-Krankenhauses und spezialisierten Bioanalyselaboren erzielte Dr. Brogna bahnbrechende wissenschaftliche Durchbrüche, die weltweite Beachtung in der internationalen Fachwelt fanden.


Wissenschaftliche Meilensteine & Entdeckungen

1. Nachweis des bakteriofagen Verhaltens von Coronaviren

Dr. Brogna und sein Team wiesen erstmals mittels Transmissionselektronenmikroskopie (TEM), Immunogold-Färbung und Stickstoff-Isotopenmarkierung (15N) nach, dass SARS-CoV-2 in der Lage ist, Bakterien des humanen Darmmikrobioms direkt zu infizieren und sich darin über Wochen hinweg autonom zu vermehren. Diese Entdeckung revolutioniert das bisherige virologische Paradigma, wonach Coronaviren ausschließlich eukaryotische Säugetierzellen befallen können. Sie liefert eine schlüssige Erklärung für das Phänomen langanhaltender gastrointestinaler Symptome und viraler RNA-Persistenz im Stuhl nach überstandener Akutinfektion.

Detaillierte Einblicke in die Studienergebnisse bieten die Forschungsergebnisse zu Bakteriophagen und Mikrobiom.

2. Identifikation toxischer Peptide mittels Massenspektrometrie

Mithilfe hochentwickelter massenspektrometrischer Verfahren (SACI-ESI-MS) identifizierte Dr. Brognas Gruppe im Plasma, Urin und Stuhl von schwer erkrankten COVID-19- und Long-COVID-Patienten spezifische toxinähnliche Peptide. Diese mikrobiellen Stoffwechselprodukte weisen verblüffende biochemische Ähnlichkeiten mit tierischen Giftstoffen (Conotoxinen, Phospholipasen A2) auf und erklären viele der schweren Gefäßschäden, Mikrothrombosen, peripheren Durchblutungsstörungen und neurologischen Schocksymptome.

3. Europäische Konsortialforschung & Diagnostik-Innovationen

Dr. Brogna engagiert sich intensiv in der angewandten Konsortialforschung zur Entwicklung neuer diagnostischer Screening-Plattformen. Seine Mitarbeit im internationalen Forschungskonsortium und der Wissenschaftsstandort Italien & Kooperationen bilden die Basis für moderne Tests zur Früherkennung mikrobieller Dysbiosen und postviraler Syndrome.

Zudem präsentiert Dr. Brogna seine Ergebnisse regelmäßig auf internationalen Symposien, wie die Vorträge auf internationalen Wissenschaftskonferenzen dokumentieren.

4. Bedeutung für Long-COVID, ME/CFS und chronische Infektionen

Die Erkenntnisse von Dr. Brogna besitzen weitreichende Konsequenzen für das Verständnis postinfektiöser Erschöpfungserkrankungen. Die Kombination aus viraler Persistenz im Mikrobiom, toxämischen Peptiden und der Reaktivierung stummer bakterieller Koinfektionen (wie Borrelien oder Rickettsien) führt zu einem chronischen mitochondrialen Funktionsverlust. Dr. Brogna plädiert daher für multimodale Behandlungsstrategien, die antimikrobielle Kuren, gezielte Mikrobiom-Sanierung und Toxin-Adsorption miteinander verbinden.


Kooperation mit dem VBCI e.V.

Der VBCI e.V. pflegt seit Jahren eine enge wissenschaftliche Partnerschaft mit Dr. Carlo Brogna und der italienischen Forschungsgruppe. Über die VBCI Kooperationsstelle in Italien stehen wir im kontinuierlichen Dialog über therapeutische Protokolle zur Mikrobiomsanierung und Kausaltherapie postinfektiöser Erschöpfungssyndrome (ME/CFS).

Das vollständige Hintergrundgespräch über seine Forschungsreise, Methodik und klinische Erfahrungen lesen Sie im Ausführliches Interview mit Dr. Carlo Brogna.

🔬 Für Ärztinnen, Therapeuten und wissenschaftliche Fachkreise

Der VBCI e.V. unterstützt Behandler bei der Differenzialdiagnose und Schaukeltherapie chronischer Infektionen: